Seit fast 25 Jahren können Menschen ihre DNA testen lassen - um zum Beispiel herauszufinden, wo ihre Vorfahren hergekommen sind.

Inzwischen werden DNA-Tests offenbar auch für etwas ganz Anderes genutzt - nämlich um in anderen Ländern eine Staatsbürgerschaft zu beantragen. Darüber berichtet der britische Observer. Im Artikel wird die Genetikerin Turi King zitiert, Professorin an der Uni Bath und Host der BBC-Sendung "DNA Family Secrets". Sie glaubt, dass DNA-Tests vor allem für Britinnen und Briten ein verbreiteter Weg werden, um eine doppelte Staatsbürgerschaft zu bekommen - zum Beispiel zusätzlich die irische. Denn Jahrzehntelang wurden in Irland unverheiratete schwangere Frauen genötigt, ihre Kinder zur Adoption in Großbritannien freizugeben. Diese Kinder könnten nun die irische Staatsbürgerschaft beantragen.

Tatsächlich bestätigt das irische Außenministerium, dass solche Anfragen zunehmen und auch legitim sind. Eine Anwältin für Familienrecht sagt, dass sie pro Monat etliche Anfragen von Menschen bekommt, die Daten in ihrer Geburtsurkunde ändern lassen möchten, unter anderem auch wegen einer Staatsbürgerschaft.