Schon wieder das Handy in der Hand?

Viele von uns verbringen mittlerweile viel zu viel Zeit online. Bei manchen leiden darunter schon Alltag, Beziehungen und die psychische Gesundheit. Deshalb wollte ein Team unter Leitung der Uni Duisburg-Essen wissen, warum manche sich nicht mehr von Social Media, Online Shopping oder Pornoseiten loseisen können.

Das hat das Team bei rund 800 Betroffenen untersucht und sagt, dass dahinter drei Mechanismen stecken, die alle zusammenspielen. Erstens spielen dabei Gefühle eine Rolle: Betroffene wollen sich besser fühlen und finden dazu im Netz Möglichkeiten. Das wird zweitens immer mehr zur Gewohnheit. Aber auch der Kopf spielt eine Rolle: Dort geht drittens immer stärker die Kontrolle über das Verhalten verloren.

Die Forschenden sagen, dass ihre Studie diese Mechanismen empirisch bestätigt hat. In der Therapie könnten dagegen gezielte Übungen helfen, zum Beispiel um mit negativen Gefühlen klarzukommen und im Kopf die Selbstkontrolle zu stärken.