Wer als Jugendlicher kifft, hat später ein doppelt so hohes Risiko, an einer psychotischen oder bipolaren Störung zu erkranken.
Das haben Forschende in Kalifornien in einer sehr großen Langzeitstudie herausgefunden, die im Fachmagazin ”JAMA Health Forum” veröffentlicht wurde.
Dazu haben sie sich bei fast einer halben Million Jugendlichen angeschaut, wie sie sich bis zum Alter von 26 Jahren entwickeln. Möglich war das, weil die Studienautorinnen und -autoren Zugriff auf elektronische Gesundheitsdaten aus Routineuntersuchungen hatten - dabei wird standardmäßig gefragt, ob und wie häufig sie kiffen.
Bei Jugendlichen, die nach dem Cannabiskonsum tatsächlich mit psychischen Erkrankungen diagnostiziert wurde, dauerte es laut der Studie im Schnitt zwei Jahre vom Kiffen bis zur Diagnose. Zu den Erkrankungen, die dadurch gehäuft vorkommen, gehören demnach auch Depressionen und Angststörungen.
Die Studienautorinnen und -autoren forderten, Cannabiskonsum stärker zu regulieren. Außerdem sei der THC-Gehalt in kalifornischem Cannabis stark gestiegen - die Droge müsse abgeschwächt werden. In Kalifornien ist es seit zehn Jahren erlaubt, Cannabis zu besitzen und zu konsumieren.
