Wälder haben ja oft diesen typischen Waldgeruch.

Der entsteht, weil Bäume Duftstoffe an die Luft abgeben. Die verschiedenen chemischen Verbindungen schützen zum Beispiel vor Schädlingen oder dienen der Kommunikation. Je nach Umweltbedingungen verändert sich die Zusammensetzung der Waldluft.

Der Amazonasregenwald hat sich so möglicherweise an die bisher schlimmste Dürre angepasst. Das vermutet ein Forschungsteam unter Leitung des Max Planck-Instituts für Chemie in Mainz. Es hat in der Zeit Luftproben über dem Wald genommen. Die zeigten, dass sich die Konzentration eines bestimmten Moleküls verdoppelt hatte. Wozu es dient, ist noch unklar. Bei Menschen hilft die Verbindung, Zellen vor Schäden durch Stress zu schützen.

Die chemischen Verbindungen in der Waldluft beeinflussen auch die Atmosphäre, zum Beispiel Luftqualität und Wolkenbildung. Die Forschenden sagen: Wenn Wälder ihre Luft wegen des Klimawandels dauerhaft verändern, ist noch unklar, welche Folgen das für die Atmosphäre hat.