Wenn es über längere Zeit zu wenig regnet, dann hat das auch für Hummeln Folgen, und zwar schwere.

Das berichten Forschende der Uni Würzburg im Fachmagazin Proceedings of the Royal Society B. Sie haben untersucht, wie sich das Dürrejahr 2022 in Bayern auf Ackerhummeln ausgewirkt hat - und festgestellt, dass die Dürre den Hummelkolonien große Probleme gemacht hat: Nicht nur ihre Lebensdauer nahm ab, sondern auch das Gewicht der Kolonie. Das ist laut den Forschenden ein wichtiger Maßstab für die Fitness und die Zahl der Arbeitshummeln in einer Kolonie. In einem vergleichbar normalen Jahr waren die Hummelvölker im Schnitt zehnmal so schwer wie im Dürrejahr.

Außerdem haben die Hummeln während der Dürre viel weniger Nachkommen produziert und kaum neue Königinnen. Grund: Es gab zu wenig Pollen - und die werden als Proteine für die Larven gebraucht.

Die Forschenden sagen: Hummeln müssen besser gegen Extremwetter geschützt werden. Sie empfehlen, Feuchtgebiete wieder herzustellen, schattenspendende Bäume und dürreresistente Pflanzen zu pflanzen, damit es auch in trockenen Zeiten genug Nahrung gibt. Denn geschwächte Hummeln können weniger bestäuben - und das bedroht dann unsere Ernten und die Pflanzenvielfalt.