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In Kenia hat ein Student eine Art Minisonar für Blinde entwickelt.

Das etwa handtellergroße Gerät arbeitet mit Ultraschall, um die Umgebung abzuchecken - ähnlich wie Fledermäuse. Treffen die Schallwellen auf ein Objekt oder eine Wand, werden sie zurückgeworfen und das Gerät berechnet aus den Echos die Entfernung. Je näher man einem Hindernis kommt, desto stärker fängt es an zu vibrieren. Das Gerät soll es den Blinden möglich machen, sich schneller und sicherer zu orientieren als mit einem Stock. Das Gerät dient auch als Notruf: Wenn der Benutzer einen Knopf drückt, wird eine Textnachricht an eine Kontaktperson geschickt - mit genauen Standortdaten.

Im Moment wird das Minisonar zusammen mit der kenianischen Blindengesellschaft getestet und optimiert - zum Beispiel, damit auch Schlaglöcher oder flache Gegenstände auf dem Boden erkannt werden. Nächstes Jahr soll die Produktion beginnen. Mit seiner Erfindung ist der 21-jährige Student für den Afrika-Preis für technische Innovation nominiert.

In Kenia sind mehr als eine Million Menschen blind oder sehbehindert, viele werden durch eine Infektionskrankheit schon als Jugendliche blind.