Wer noch nach einem Argument fürs Zusammenziehen sucht: Eine Ehe oder eine ähnlich feste Partnerschaft wirkt möglicherweise wie ein Antidepressivum.

Forschende aus China haben für ihre Studie im Fachmagazin Nature Human Behaviour Daten von mehr als 100.000 Menschen untersucht. Dabei kam raus: Bei Alleinstehenden lag das Risiko für Depressionen fast 80 Prozent höher als bei Verheirateten. Besonders groß war das Risiko bei Geschiedenen oder getrennt Lebenden.

Feste Partnerschaft gut gegen Depressionen?

Die Studie könnte ein Hinweis darauf sein, dass eine feste Partnerschaft das Depressionsrisiko senkt; es könnten aber auch andere Gründe sein. Die sind in den sieben Ländern unterschiedlich, die die Forschenden untersucht haben. So spielen zum Beispiel in China und Mexiko Rauchen und Alkohol bei Alleinstehenden eine Rolle. Ehen in den USA, Großbritannien und Irland lieferten andere Werte zum Depressionsrisiko als in asiatischen Ländern.

Um das Phänomen nicht nur beobachten, sondern auch erklären zu können, ist weitere Forschung nötig.