Ein Feuerball am Himmel - der hat gestern Abend für viel Aufregung in der West-Hälfte Deutschlands gesorgt.

Bei Polizei und Feuerwehr gingen viele Anrufe ein. Heute erklären Fachleute, warum der Meteoriteneinschlag in Koblenz so unerwartet kam: Eigentlich wird der Himmel ständig nach Objekten abgesucht. Aber laut einem Experten der europäischen Weltraumagentur Esa passiert das oft nur nachts - und dieser Meteorit kam runter, als es noch einigermaßen hell war. Dass so viele Menschen ihn gesehen haben, lag wohl auch daran, dass sich die Feuerspur sehr hoch am Himmel entlangzog: in mehr als 100 Kilometern Höhe.

Als der Meteorit in die Erdatmosphäre eintrat, war er wohl ziemlich groß, mit etwas mehr als einem Meter Durchmesser. Dass so ein größeres Objekt runterkommt, passiert laut dem Esa-Experten weltweit nur alle paar Jahre. In Deutschland ist es extrem selten.

Der Gesteinsbrocken aus dem All krachte in Koblenz-Güls durch ein Hausdach und in ein Schlafzimmer. Verletzt wurde dabei niemand.

Das Foto zeigt nur einen kleinen Teil des Meteoriten, da er beim Aufprall zersplittert ist.