Wenn man im Museum einen Ton-Krug aus der Eisenzeit sieht, stellt man sich vor, wie ein paar Leute in einer Hütte saßen und allein vor sich hin töpferten. Tatsächlich gab es aber vor 3.000 Jahren schon richtig professionelle Keramik-Werkstätten.
Ein Archäologie-Team hat Reste einer solchen Werkstatt im heutigen Irak ausgegraben. Sie entdeckten in einer ehemaligen Siedlung zwei gut erhaltene Brennöfen und jede Menge Asche und Holzkohle. Mithilfe von chemischen Analysen konnte das Team die Arbeitsabläufe in der Töpfer-Werkstatt rekonstruieren.
Arbeitsteilung beim Töpfern
Die Forschenden, unter anderem der Uni Tübingen, schreiben: Die Werkstatt war in Module unterteilt - für die verschiedenen Arbeitsschritte. Durch die Arbeitsteilung konnten die Handwerker damals - obwohl sie nur ein Brennverfahren nutzten - unterschiedliche Keramikteile fertigen.
Die Forschenden schreiben, dass die Komplexität der Werkstatt sie überrascht hat.
