Um 'nen guten Kaffee zu machen, spielen auf jeden Fall viele Faktoren eine Rolle: Wassertemperatur, die Bohnen, wieviel davon und welche Röstung, welcher Mahlgrad und und und.

Was vor allem schwierig ist: den Kaffee dann von Tasse zu Tasse konstant gleich lecker schmecken zu lassen. Da haben Forschende unter anderem von der University of Oregon in den USA jetzt einen Ansatz gefunden: Sie haben eine Möglichkeit entwickelt, wie man relativ simpel ein Geschmacksprofil von Kaffee-Stärke und -Geschmack erstellen kann - und zwar, indem man Strom durchschickt.

Dafür haben sie ein Laborwerkzeug (Potentiostat) genutzt, das normalerweise zum Testen von Batterien und Brennstoffzellen gebraucht wird. Mit dem Tool lässt sich beobachten, wie der Kaffee auf die Elektrizität reagiert. Und die Forschenden haben im Laufe ihrer Studie beobachtet, dass Kaffeebohnensorten je nach Zubereitung unterschiedlich reagieren - quasi ihren eigenen chemischen Fingerabdruck haben.

Das Team sagt: Seine Methode könnte zum Beispiel Cafés bei der Qualitätskontrolle helfen - indem die Baristas einfach den Fingerabdruck ihres idealen Kaffees messen, und jeden Kaffee damit dann immer wieder abgleichen können.

Eine an der Studie nicht beteiligte Forscherin hat der Washington Post gesagt, die Methode kann nützlich sein - um Kaffeegeschmack wirklich zu beschreiben und zu messen, brauche es aber auch menschliche Sinne.