Drin stecken Metalle wie Palladium, die man beim Bau von neuen Elektrogeräten braucht. Bisher wird aber nur ein Bruchteil recycelt. Eine Machbarkeitsstudie vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik in Stuttgart zeigt jetzt, dass da biologische Verfahren helfen können.
Konkret geht es dabei um Bioleaching und Biosorption. Beim Bioleaching werden Mikroorganismen auf den Elektroschrott angesetzt. Sie stellen Säuren und andere Stoffe her, die Metalle aus dem Schrott herauslösen. Die Lösung mit den Metallen wird dann mithilfe von Mikroalgen aufbereitet. Die Algen ziehen durch sogenannte Biosorption die Metallteilchen aus der Lösung, quasi wie Schwämme.
Die Forschenden sagen: Mit dieser Methode konnten sie im Test deutlich mehr Palladium zurückgewinnen als bei vergleichbaren chemischen Methoden. Außerdem verbraucht es weniger Energie, weil es bei niedrigeren Temperaturen funktioniert.
Das Team hofft, irgendwann eine ganze Bio-Recyclinganlage zu entwickeln. Es will seine Methode Anfang Mai auf der IFAT- Messe für Umwelttechnologien in München vorstellen.
