Als das vor 66 Millionen Jahren wohl durch einen Asteroiden-Einschlag passiert ist, veränderten sich die Lebensbedingungen auf der Erde komplett. Nach Ansicht von Forschenden im Fachmagazin "Nature Plants" konnten sich dadurch die Weinreben erst so gut entwickeln und ausbreiten.
Dinos weg, besser für Wein
Als die Dinos noch lebten, waren die Wälder licht und offen. Als die oft riesigen Tiere dann verschwanden, veränderten sie sich. Die Wälder wurden dichter, dunkler und boten bessere Bedingungen für Rankenpflanzen wie Wein. Gleichzeitig vermehrten sich Früchte fressende Vögel und Säugetiere sehr schnell, die die Samen der Weinpflanzen verbreiteten.
Urheimat von Vitis vinifera in Mittelamerika
Für ihre Studie haben die Forschenden Millionen Jahre alte Traubenkerne aus Mittel- und Südamerika untersucht und stießen dabei auf ein unerwartetes Ergebnis: Ihren Erkenntnissen nach waren die Tropen damals ein echter Hotspot in Sachen Wein. Unerwartet deshalb, weil man heute nur rund zehn Prozent aller Arten in Mittel- und Südamerika findet. Vor allem stammen die direkten Verwandten der modernen Weinrebe Vitis vinifera nicht etwa aus Europa - stattdessen hat die Gattung laut den Forschenden ihre Urheimat in Mittelamerika.