Wenn ein starkes Erdbeben passiert, dann gibt es auch immer schwächere Nachbeben - und die könnten sogar noch Jahrhunderte später auftreten.
Das sagt ein Forschungsduo aus den USA und China. Die Forschenden haben sich sogenannte Intraplattenbeben angeschaut - also Erdbeben, die nicht entlang der Grenze von Kontinentalplatten auftreten, sondern weit weg davon. Der Grund für diese Beben war bisher unklar - manche Forschende halten sie für harmlose Aktivitäten, andere sagen, dass solche Intraplattenbeben die Vorboten neuer Beben sein könnten.
Drei große Intraplattenbeben untersucht
Das Forschungsduo jetzt hat untersucht, ob sie auch mit früheren Erdbeben zusammenhängen könnten. Dafür haben sie die drei größten Intraplattenbeben Nordamerikas der jüngeren Geschichte genommen, die zwischen den Jahren 1663 und 1886 stattgefunden haben. Für die haben sie jeweils geschaut, wie sich von deren Zentrum aus weitere Beben verteilt haben könnten.
Dabei zeigte sich, dass zwei Starkbeben aus dem 19. Jahrhundert tatsächlich die Ursache gewesen sein könnten für Erdbeben zwischen 1980 und 2016 - also 150 bis 200 Jahren später. Die Forschenden vermuten, dass sowas auch für Erdbeben auf anderen Kontinenten gelten könnte.
