Ein bisschen Schimmel an Obst, Gemüse oder Käse nehmen viele in Deutschland auf die leichte Schulter - sollten wir aber nicht.

Das sagt das Bundesinstitut für Risikobewertung, kurz BfR. Es hat im Frühjahr eine Bevölkerungsbefragung gemacht, um rauszufinden, wie die Wahrnehmung gegenüber Schimmelpilzgiften in Lebensmitteln ist. Die Auswertung zeigt, dass nur ein kleiner Teil der Menschen - nämlich 29 Prozent - besorgt ist wegen möglicher Gesundheitsrisiken. Und die knappe Mehrheit - 51 Prozent - denkt gar nicht darüber nach. Viele neigen bei etlichen Lebensmitteln dazu, nur den verschimmelten Teil zu beseitigen und den Rest zu essen.

Dabei warnt das BfR, dass verschimmelte Lebensmittel komplett entsorgt werden sollten. Denn der Schimmel könnte auch unsichtbar schon tief eingedrungen sein. Und Schimmelpilze können Gifte produzieren, die schon in geringer Menge gesundheitsschädlich sind und auch durch Erhitzen und Kochen nicht unschädlich gemacht werden können. Mögliche gesundheitliche Folgen reichen von Erbrechen und Durchfall über Leber- und Nierenschäden bis hin zu Krebs.