Beim Essen waren Männer und Frauen in Europa lange nicht gleichgestellt – Männer haben über Jahrtausende mehr Fleisch zu sich genommen, also besonders eiweißreiche Nahrung.
Ein Forschungsteam hat Knochen von über 12.000 Menschen untersucht – aus verschiedenen Epochen der letzten 10.000 Jahre. Anhand chemischer Spuren konnten sie erkennen, wer wie viel tierisches Eiweiß gegessen hat. Ergebnis: in allen Zeiträumen gab es unter denjenigen, die besonders viel Fleisch bekommen haben, mehr Männer.
Zwar waren frühe Bauern-Gesellschaften noch etwas ausgeglichener. Vor allem in der Bronzezeit und Antike wurden die Unterschiede aber größer. Die Forschenden gehen im Fachmagazin PNAS Nexus davon aus, dass dahinter soziale Regeln und Rollenbilder steckten.
