Wie wäre es, wenn das private E-Auto Teil einer Art riesigen, kollektiven Batterie wäre?

Forschende der Uni Delaware haben das jetzt ein Jahr lang getestet. Das Prinzip: E-Autos werden im Tagesschnitt nur 5% der Zeit tatsächlich bewegt - 95% der Zeit stehen sie angeschlossen am Netz und zwar vor allem dann, wenn der Strombedarf besonders hoch ist. Diese geparkten E-Autos könnten als Speicher dienen: Bei hoher Strom-Nachfrage wird Energie aus der Autobatterie zurück ins Netz gespeist. Wenn im Netz mehr als genug Strom ist, wird das Auto wieder aufgeladen.

Das Pilotprojekt wurde mit vier E-Autos gemacht - die Autos wurden so umgerüstet, dass sie wieder Strom einspeisen können. Die Forschenden sagen, dass das im größeren Stil machbar wäre und alle profitieren könnten. Die Autobesitzer könnten durch das Einspeisen Geld verdienen - im Versuch waren es bis zu 3.000 US-Dollar im Jahr. Die Energielieferanten könnten sich den teuren Bau von großen Batterien sparen. Einziger Knackpunkt: Die Stromnetze müssten früher oder später angepasst werden.