Allein letztes Jahr gingen in China nach offiziellen Angaben Photovoltaikanlagen mit der Leistung von gut 200 Atomkraftwerken ans Netz; sie produzieren 20 Mal mehr Strom als die gleichzeitig in Deutschland angeschlossenen Anlagen. Doch der rasante Ausbau in China hat eine Schattenseite, wie eine im Fachmagazin Science veröffentlichte Studie zeigt: Dass dort tausende Quadratkilometer Wiesen und Äcker mit Solarpaneelen bedeckt werden, schadet offenbar der Vogelvielfalt.
Für die Studie untersuchten Wirtschaftswissenschaftler Regionen mit unterschiedlich vielen Anlagen und verglichen das mit Vogelbeobachtungen im ganzen Land. Überall, wo die Solarenergie besonders stark ausgebaut wurde, ging die Artenvielfalt bei Vögeln deutlich zurück. Die Forschenden begründen das damit, dass unter den Paneelen nicht mehr so viel wächst und Vögel dadurch weniger Nahrung finden. Sie empfehlen, Solaranlagen vor allem in trockenen Regionen zu bauen, in denen es ohnehin weniger Pflanzen und Tiere gibt.
