Ein Wissenschaftsteam von der Michigan State University hat rund 5.000 Erwachsene zu deren erotischen Tagträumen befragt und sie anhand von typischen Denk- und Verhaltensmustern bestimmten Persönlichkeits-Merkmalen zugeordnet. Der Abgleich ergab: Die meisten sexuellen Fantasien hatten neurotische Menschen, also solche, die wenig emotional ausgeglichen sind - und besonders Menschen, die zu Depressionen neigen. Die Forschenden sagen, diese Menschen versuchen vielleicht, über erotische Tagträume ihre negative Stimmung auszugleichen.
Am wenigsten sexuelle Fantasien hatten Testpersonen mit hohen Werten bei Respekt gegenüber anderen Personen und großem Verantwortungsbewusstsein. Diese Menschen haben möglicherweise sehr hohe moralische Ansprüche und unterdrücken sexuelle Fantasien deshalb öfter - denn die sind laut den Forschenden oft ein gesellschaftliches Tabu.
