Eine britische Forschungsgruppe hat sich solche verkohlten Essensreste in Tontöpfen aus der Spät-Steinzeit genauer angesehen, die sind etwa 5.000 bis 8.000 Jahre alt und stammen aus Nord- und Osteuropa. Ergebnis: In den Töpfen wurde besonders oft Fisch gekocht, öfter als Fleisch. Und außerdem Wurzeln, Wildpflanzen und Beeren. Sogar Reste von Schneeball-Beeren waren mit dabei. Dabei sind die ziemlich bitter und im rohen Zustand auch leicht giftig. Die Forschenden haben das Steinzeit-Essen nachgekocht - und da zeigte sich, dass Schneeball-Beeren durch Erhitzen genießbar werden.
Interessant war auch: Schon in der Steinzeit gab es wohl spezielle regionale Küche, obwohl es die meisten Zutaten aus den 58 Töpfen eigentlich in ganz Europa gab. Im Ostseeraum fanden sich zum Beispiel Fisch und Beeren in den Töpfen, im heutigen Russland Fisch, Hülsenfrüchte und Wildgräser. Ob die Zutaten zusammen oder nacheinander gekocht wurden, weiß man nicht. Klar ist aber wohl, dass die Menschen sie sehr gezielt ausgesucht haben, schreiben die Forschenden im Fachjournal PLOS One.
