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Wer unter Ess-Störungen leidet, hat eine verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers - dachte man bisher.

Forscher sind lange davon ausgegangen, dass zum Beispiel magersüchtige Menschen sich selbst als dicker wahrnehmen als sie tatsächlich sind. Ein Team aus Max-Planck-Wissenschaftlern und Forschern von der Uni Tübingen sagen jetzt aber: Das stimmt nicht. In mehreren Studien haben sie Virtual Reality-Technologie und 3D-Avatare benutzt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Darin haben sie unter anderem Freiwillige vor einen Bildschirm gestellt, auf dem sie ein lebensgroßes 3D-Modell ihres eigenen Körpers sehen konnten. Das Gewicht des Körpers konnten sie dann per Joypad verändern. Die Forscher forderten die Teilnehmer auf, das Gewicht entweder so anzupassen, dass es ihrem tatsächlichen Gewicht entspricht, oder so wie sie es gerne hätten.

Dabei kam raus: Wer unter Magersucht litt, konnte das eigene Körpergewicht genauso gut einschätzen wie diejenigen, die normale Essgewohnheiten hatten. Sie hatten aber ein anderes Schönheitsideal und bevorzugten untergewichtige Körper.