Hitzewellen, Waldbrände, schmelzende Gletscher - der Klimawandel hat letztes Jahr deutliche Spuren in Europa hinterlassen.

Dem Europäischen Klimazustandsbericht zufolge haben mindestens 95 Prozent des Kontinents überdurchschnittliche Temperaturen verzeichnet. In dem Bericht schreiben Forschende unter anderem der Weltwetterorganisation, dass sich Europa seit 1980 zweimal so schnell wie der globale Durchschnitt erwärmt hat. Das mache Europa zum sich am schnellsten erwärmenden Kontinent der Welt.

Sichtbar ist das etwa an Hitzewellen, die öfter und stärker auftreten, an mehr Waldbränden oder daran, dass überall die Gletscher weiter geschmolzen sind. Außerdem haben 70 Prozent der europäischen Flüsse weniger Wasser als üblich geführt und die Meeresoberflächen waren im Jahresschnitt so warm wie nie seit Aufzeichnung.

Hintergrund ist der Klimawandel. Um die Erderwärmung wie politisch beschlossen, auf 1,5 Grad abzumildern, müssten sehr schnell weniger Treibhausgase entstehen - und der Verbrauch von Kohle, Öl und Gas sinken.