In Europa werden HIV-Infektionen oft viel zu spät entdeckt – darauf weisen die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und die WHO Europa hin.

In ihrem aktuellen gemeinsamen Bericht sagen sie: Mehr als die Hälfte aller HIV-Diagnosen 2024 kam zu spät für eine optimale Behandlung. Die Folge: Betroffene haben ein höheres Risiko, Aids zu entwickeln – und das Virus unwissentlich weiterzugeben.

WHO und ECDC fordern deshalb insgesamt mehr Tests und auch, dass Selbsttests besser verfügbar gemacht werden. In Deutschland schätzt das Robert Koch-Institut, dass sich letztes Jahr rund 2.300 Menschen neu infiziert haben – etwas mehr als 2023.

Europa hat das Ziel, die Immunschwäche-Krankheit Aids bis 2030 als Gefahr für die öffentliche Gesundheit zu beseitigen. Weltweit starben 2024 rund 630.000 Menschen an den Folgen von Aids.