In mediterranen Ländern trinkt man eher Wein, in Deutschland Bier und in Osteuropa wird vor allem zu Hochprozentigem gegriffen? Das ist kein Vorurteil: Was getrunken wird, hängt auch mit dem Wohnort zusammen.

Eine Studie im Fachmagazin Addiction zeigt, dass der Umgang mit Alkohol so tief in der Kultur verankert ist, dass er sich über einen Zeitraum von 20 Jahren in einem Land kaum ändert.

Anhand von Daten der Weltgesundheitsorganisation hat das Wissenschaftsteam sechs verschiedene Arten von Trinkgewohnheiten in Europa unterschieden: So gibt es zentral- und westeuropäische Länder, in denen viel Bier, aber vergleichsweise wenig Schnaps getrunken wird. In den Baltischen Staaten wird der meiste Alkohol getrunken - vor allem Schnaps und Bier. Und dann gibt es noch Länder, in denen besondes viele Menschen Alkohol trinken und das häufig bis in den Rausch: Finnland, Island und Irland gehören dazu. Wo vor allem Wein getrunken wird, ist der Alkoholkonsum insgesamt am niedrigsten.

Die Forschenden sagen, dass je nach Land Wege gefunden werden sollten, die erlernten Trinkmuster zu ändern.