Bei Heuschrecken, Grillen und Co sieht das schon anders aus: Die bilden ihre Laute ja mit ihren Flügeln - nämlich indem sie die Zacken des einen Flügels über eine Art Reibefläche des anderen Flügels bewegen.
Mithilfe dieser Infos hat das Team hinter einer PNAS-Studie ein Computermodell gebaut, das allein durch die Maße der Flügel vorhersagen kann, wie ein Insekt klingt. Das Modell wurde mit Daten von uralten Fossilien gefüttert. So konnte das Team jetzt die Sounds von Insekten rekonstruieren, die vor 165 Millionen Jahren gestorben sind.
Ergebnis: Die Insekten früher klangen ähnlich wie heute. Interessant dabei: Schon damals gab es Insekten, die im Ultraschallbereich kommunizierten. Bisher dachte man, dass sich das in der Evolution erst entwickelt hat, als Fledermäuse den Insekten das Leben schwer machten. Die gab es aber vor 165 Millionen Jahren noch nicht - also muss der Ultraschall-Sound aus einem anderen Grund entstanden sein.
