Die Neandertaler sind schon lange ausgestorben - bis heute tragen aber die meisten Menschen einen kleinen Teil ihrer Gene in sich.

Denn vor ein paar Zehntausend Jahren vermischten sich Gruppen des frühen Homo sapiens und der Neandertaler. Und das wirkt bis heute nach. Neandertaler-Gene werden zum Beispiel in Zusammenhang mit einem stärkeren Immunsystem, Suchtverhalten oder auch der Haarfarbe gebracht.

Einer neuen Studie im Fachmagazin Current Biology zufolge gibt es auch einen Einfluss auf den allgemeinen Körperbau. Eine Genvariante, die auf die Neandertaler zurückgeht, führt demnach im Schnitt zu etwas größeren und muskulöseren Menschen. Verbreitet ist die Variante vor allem bei Leuten aus Süd- und Ost-Asien.

Der Effekt ist für einen individuellen Menschen zwar eher klein. Er passt aber zu Fossilienfunden, die zeigen, dass Neandertaler einen robusteren Körperbau hatten als ihre Homo-sapiens-Verwandten.