Erst setzen wir die Ferse auf, dann rollen wir über den Mittelfuß und den Ballen nach vorne ab. Anders sieht das bei unseren Verwandten, den Menschenaffen aus: wenn die zwischendurch auf zwei Beinen laufen, dann setzen sie meistens zuerst den Ballen auf.
Ein Forschungsteam aus den USA hat den aufrechten Gang von Menschen und Schimpansen miteinander verglichen. Das Team schreibt im Fachmagazin PNAS: Beim Fersengang verbrauchen Menschen deutlich weniger Energie. Das könnte der Grund sein, warum sich diese typisch menschliche Art zu Gehen entwickelt hat, denn damit konnten unsere Vorfahren längere Strecken zum Jagen und Sammeln zurücklegen.
Aber der Fersengang hat auch Nachteile: Dabei ist der Aufprall deutlich härter als beim Laufen auf den Ballen. Deshalb schleichen wir auf Zehenspitzen, wenn wir leise gehen wollen. Der harte Aufprall ist schlecht für Knochen und Gelenke. Darum haben sich beim Menschen wahrscheinlich dickere Fersenknochen und größere Sprunggelenke entwickelt.
