Veränderter Gesang bei Vögeln kann offenbar dazu führen, dass sich neue Arten bilden.

Das schreiben jedenfalls US-Forschende im Fachmagazin Science. Sie haben Darwin-Finken analysiert - das ist eine Gruppe von Singvogel-Arten, die nur auf den Galápagos-Inseln lebt. An ihnen hat schon der Naturforscher Charles Darwin untersucht, wie sich Arten im Laufe der Evolution entwickeln. Er stellte fest, dass sich aus einem Urfinken mehr als zehn verschiedene Arten entwickelt haben. Die unterscheiden sich durch ihre Schnäbel, die jeweils angepasst sind an eine bestimmte Umgebung und das Futterangebot dort - zum Beispiel an Nüsse oder an Insekten.

Für die aktuelle Studie haben sich die Forschenden gefragt, warum die verschiedenen Finkenpopulationen aufgehört haben, sich miteinander zu paaren. Ihre Erklärung: Durch Schnabel-Anpassungen hat sich auch der Gesang der verschiedenen Finken-Populationen geändert. Dadurch reagierten die Finken im Nussgebiet dann irgendwann nicht mehr auf Paarungsrufe von Finken aus dem Insektengebiet. So trennten sich die Gruppen weiter, bis neue Arten entstanden.