Trotzdem sondert der Wurm, während er genüßlich an Blättern knabbert, einen merkwürdigen Stoff ab: Der bringt die Tabak-Pflanze dazu, Duftstoffe freizusetzen, die wiederum Wanzen anziehen - tödliche Fressfeinde der Würmer.
Und Forschende an der Uni Amsterdam haben jetzt in Experimenten nachgewiesen, dass es nicht die Pflanze ist, die da quasi um Hilfe ruft. Vielmehr sorgt ein Enzym im Speichel der Tabakhornwürmer dafür, dass sich der Pflanzenduft verändert - und so die Wanzen anlockt.
Was erst mal als evolutionärer Nachteil klingt, ist für den Wurm wohl doch überlebenswichtig. Denn Exemplare, die für die Studie genmanipuliert wurden und das Enzym nicht bilden konnten, hatten schwere Entwicklungsstörungen. Die Forschenden gehen deshalb davon aus, dass die Vorteile des Enzyms die Nachteile aufwiegen.
