Ein Beispiel dafür sind Fichten. Die produzieren Abwehrstoffe, um sich zum Beispiel gegen Pilzbefall zu schützen. Der Borkenkäfer allerdings ist ein Schädling, der gerne Fichten frisst und dabei auch diese Abwehrstoffe aufnimmt. Eine Studie im Fachjournal PNAS zeigt, dass Borkenkäfer die Fichten-Abwehrstoffe dann in noch giftigere Verbindungen umwandeln. So schützen sie sich dann selbst vor Krankheitserregern.
Das klappt allerdings auch nicht immer. Ein bestimmter Pilz kann den Borkenkäfer trotzdem befallen, weil er die Verbindungen entgiftet. Und an diesem Schritt könnten wir Menschen in das System eingreifen. Denn mit diesem Wissen könnten wir die biologische Schädlingsbekämpfung verbessern - und so verhindern, dass Borkenkäfer ganze Waldabschnitte zerstören.
