PFAS sind Chemikalien, die sich zum Teil nur sehr langsam oder auch praktisch gar nicht abbauen.

Deshalb heißen sie auch Ewigkeitschemikalien. Einige davon stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Die Industrie nutzt sie für Beschichtungen, zum Beispiel für Pfannen oder Outdoor-Kleidung - und auch in Hygieneprodukten für Frauen.

Das schreibt eine Forschungsgruppe aus den USA in den Environmental Science & Technology Letters. Sie hat knapp 60 Produkte aus Nordamerika, Südamerika und Europa getestet - darunter Periodenunterwäsche, wiederverwendbare Binden, Inkontinenzunterwäsche und Menstruationstassen. In fast einem Drittel wurden PFAS in so hoher Konzentration gefunden, dass die Forschenden davon ausgehen, dass sie vom Hersteller absichtlich verwendet wurden.

Forderung nach mehr Transparenz

Die Studienautoren meinen: Weil wiederverwendbare Hygieneartikel bei Frauen immer beliebter werden, muss darauf geachtet werden, dass die Produkte auch sicher sind. Hersteller müssten auch transparenter werden, und auf der Packung angeben, wenn PFAS mit in den Sachen stecken.

Die Forschenden sagen, sie haben sich bewusst dafür entschieden, die PFAS-Konzentrationen nicht nach Marken zu identifizieren. Aber sie hoffen, dass die Studie dazu beitragen wird, der Branche zu zeigen, wie wichtig Transparenz bei den Inhaltsstoffen ist.

PFAS wären wohl gar nicht nötig

Die Autoren haben auch rausgefunden, dass in jeder Kategorie mindestens eins der Produkte keine hohen PFAS-Werte hatte - daraus schließen sie, dass die Stoffe in den Sachen nicht gebraucht werden, und man alle Produkte ohne PFAS problemlos produzieren könnte.

[Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht haben wir mit einem Symbol-Bild bebildert. Es handelt sich nicht um eine der für die Studie untersuchten Tassen. Welche Tassen betroffen sind, haben die Forschenden nicht mitgeteilt.]