Als es losging mit den Kernkraftwerken, in den 50er Jahren, haben viele Staaten ihren Atommüll einfach ins Meer geworfen. Bis in die 80er Jahre ging das so. Allein im Nord-Atlantik sollen mehr als 200.000 Fässer liegen.
Ein internationales Forschungsteam war jetzt einen Monat vor der Atlantikküste von Spanien und Portugal unterwegs, um zu gucken, in welchem Zustand die Fässer sind. Heute ist die Expedition zu Ende gegangen. Das Team hat mehr als 3.000 Fässer entdeckt. Es hat Bilder gemacht und Proben genommen, auch mithilfe von Tauchrobotern.
Ein erstes Fazit lautet: Einige Fässer sind kaputt, aufgerissen, angerostet. Möglicherweise ist auch Bitumen, ein Bindemittel, ausgetreten. Aber: Was die Gruppe bisher nicht festgestellt hat, sind erhöhte Radioaktivitätswerte. Feinere Messungen stehen noch aus. In einigen Monaten soll es dann auch genauere Ergebnisse dazu geben, was der Atommüll mit den Fischen und Meerespflanzen in der Tiefsee macht.
