Die Arktis erwärmt sich doppelt so schnell wie der Rest der Erde und das Meereis schrumpft dramatisch.

Am Wochenende ist das deutsche Forschungsschiff „Polarstern“ zu einer neuen Expedition aufgebrochen. Fast einhundert Menschen sind auf dem Weg in das Seegebiet zwischen Grönland und Spitzbergen.

Dort betreibt das Alfred-Wegener-Institut seit über 25 Jahren das Hausgarten-Observatorium unter Wasser. Bis in 5500 Meter Tiefe sind dort spezielle Messsysteme verankert, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen. Die Geräte sammeln wichtige Daten über den Zustand der polaren Meere.

Die Region gilt als ein sensibles Frühwarnsystem für den Planeten, weil dort warme Atlantik-Strömungen auf kaltes arktisches Wasser treffen. Die Dicke des Meereises hat hat in der Region schon um bis zu 40 Prozent abgenommen. Die Daten zeigen, wie sich Lebensräume dadurch verändern. Und sie helfen, die Folgen des Klimawandels besser zu verstehen.