Entspannt schlendern, wütend durch die Gegend stapfen oder sich hastig an Menschen vorbeidrängeln - oft erkennen wir schon von weitem am Gang, wie sich eine Person fühlt.

Das ist wichtig, damit wir zum Beispiel frühzeitig abschätzen können, ob eine soziale Interaktion vielleicht gefährlich wird. Forschende aus Japan haben rausgefunden, dass wir Emotionen anderer Menschen allein daran ablesen können, wie groß deren Schritte und die Armbewegungen sind.

Das Team hat Videos von gehenden Personen gemacht und daraus stark vereinfachte Animationen erstellt. Versuchspersonen sollten dann erkennen, welche Emotion dargestellt wird. Danach haben die Forschenden analysiert, welche Bewegungen mit welchen Gefühlen zusammenhängen.

Dabei zeigte sich: vor allem die Größe von Arm- und Beinschwüngen ist entscheidend. Größere Bewegungen wirkten eher wütend, kleinere eher ängstlich auf die Teilnehmenden.

In einem zweiten Experiment wurde genau dieses Bewegungsmuster gezielt am Computer verändert - und das änderte auch, welche Emotionen die Testpersonen am Gang ablasen. Schon ein einzelnes Bewegungsmuster kann laut den Forschenden also ausreichen, damit wir Emotionen bei anderen anders wahrnehmen.