Faultiere sind Meister im Energiesparen.

Sie vermeiden jede unnötige Bewegung. Ein internationales Forschungsteam hat herausgefunden, dass das an dem langsamen Stoffwechsel der Tiere liegt. Der von anderen, ähnlich großen Tieren, funktioniert oft doppelt so schnell.

Dass es so ist, verdanken die Faultiere einem bestimmten Prinzip, wie sich ihr Erbgut entwickelt hat. Bei dem kopieren sich Gene praktisch selbst und fügen sich an anderen Stellen im Erbgut wieder ein.

Solche Veränderungen können zwar Krankheiten verursachen, für die Faultiere war es aber meistens ein Vorteil. Das Faultier hat es geschafft, die positiven Folgen daraus zu nutzen - und damit sparsam und gemächlich zu leben.

Die Erkenntnisse könnten auch für die Medizin an Menschen wichtig sein. Denn Krankheiten wie Diabetes oder MS hängen oft mit Problemen beim Stoffwechsel zusammen.

Die Studie dazu hat das Fachmagazin BMC Biology veröffentlicht.