Tigerpythons können riesige Beutetiere verschlingen, zum Beispiel einen ganzen Hirsch. Im Gegensatz dazu fressen Schlangen aber auch schon mal besonders wenig. Viele Arten kommen monatelang sogar komplett ohne Nahrung aus.

Ein Forschungsteam beschreibt in der Fachzeitschrift Open Biology, wie die Schlangen das schaffen. Gut 30 Arten wurden untersucht. Es zeigte sich, dass alle etwas NICHT hatten: Und zwar Gene, die für die Produktion des sogenannten Hungerhormons Ghrelin sorgen. Für die Schlangen ist das ein evolutionärer Vorteil. Dass ihnen das Hormon fehlt, hilft ihnen dabei, im Ruhezustand sehr viel Energie einzusparen. Statt aktiv auf die Jagd zu gehen, setzen sie dann auch eher auf die "Sit and wait"-Methode, bei der sie geduldig auf Beute lauern.

Die Forschenden fanden die genetische Veränderung nicht nur bei Schlangen, sondern auch bei Chamäleons und Krötenkopfagamen. Auch sie können lange Fresspausen aushalten.