Ein Forschungsteam aus Dänemark hat sich diesen Herstellungsprozess genauer angesehen.
Konkret haben die Lebensmittel-Fachleute vier lebende Ameisen in ein Schraubglas mit warmer Milch gegeben und das Ganze über Nacht in einem warmen Ameisenhaufen gelagert. Am nächsten Tag war die Milch säuerlich und eingedickt - eine Vorstufe von Joghurt.
Laut dem Team sind dafür bestimmte Säurebakterien verantwortlich, die die Ameisen zum Schutz auf dem Körper tragen, oder die sie zur Verteidigung nutzen. Das Ganze funktionierte nur mit lebenden Ameisen. Die Forschenden schreiben im Fachjournal iScience, bei traditionellen Joghurt-Herstellungsmethoden kommen viel mehr unterschiedliche Bakterienstämme zum Einsatz als bei der typischen Herstellung heute. Sie stammen je nach Region auch von Pflanzen oder Insekten. Entsprechend gebe es bei traditionellen Joghurts auch mehr Vielfalt beim Geschmack. Sie finden, dieses kulturelle Erbe sollte man erhalten.
