Mit Fett verbinden wir oft nichts Gutes.

Klar, man sollte nicht zu viel davon im Körper haben. Trotzdem ist viel nützlicher, als auch die Forschung lange dachte. Das zeigen gerade wieder zwei Studien zu dem Thema. Bei der einen weisen Experimente mit Mäusen darauf hin, wie wichtig das sogenannte beige Fett ist, das die Blutgefäße im Bauch umhüllt. Im Fachmagazin Science schreibt das Forschungsteam: Offenbar helfen die Fettzellen, die Gefäße entspannt und geschmeidig zu halten - das beugt Bluthochdruck vor.

Eine andere Studie legt nahe, dass Bauchfett wichtig ist für das Immunsystem. Spezielle Fettzellen fangen aus dem Darm Impulse auf, bestimmte Proteine zu bilden. Die aktivieren dann das Immunsystem. Im Bauchfett sind laut der Studie ungewöhnlich viele Immunzellen enthalten. Die Forschenden schreiben im Fachmagazin Cell Metabolism aber auch, dass zu viel Fettgewebe zu einer Überreaktion führen könnte - und zu chronischen Entzündungen. Die stehen zum Beispiel in Verdacht, Diabetes Typ 2 zu begünstigen.