Weil sich auf den Fidschi-Inseln immer mehr Menschen mit dem HI-Virus infizieren, ist dort jetzt der Notstand ausgerufen worden.

Das Gesundheitsministerium spricht von einer Epidemie und will deshalb mehr Maßnahmen ergreifen, um die Infektionen einzudämmen. Geplant ist zum Beispiel, dass mehr Menschen sich kostenlos testen und besser behandeln lassen können. Es soll auch mehr Prävention geben – vor allem für Risikogruppen. Besonders besorgniserregend ist die Lage laut einem Bericht der "Fiji Times" bei Schwangeren: Demnach wird bei Vorsorgeuntersuchungen bei einer von 50 Frauen das HI-Virus festgestellt.

Seit über zwei Jahren steigen in Fidschi Ansteckungen mit dem Virus stark an. Jeder 60. Erwachsene ist infiziert. Neben ungeschütztem Sex gehört zu den Hauptursachen ein stark gestiegener Drogenkonsum. Fachleute beobachten auch einen lebensgefährlichen Trend – und zwar das Bluetoothing. Dabei spritzen sich Konsumenten das Blut einer Person, die vorher Drogen genommen hat.