In der Filmbranche will jetzt die Förderungsanstalt FFA frühere Verstrickungen wissenschaftlich prüfen lassen, vom Institut für Zeitgeschichte. Konkret sollen ehemalige Vorstände und Gremienmitglieder durchleuchtet werden.
Auffälligkeiten bei anderer NS-Studie
Die Anstalt war zwar erst in den 60ern gegründet worden, laut FFA Leiter könnte es aber trotzdem NS-Belastungen geben. Zwei Personen aus dem Verwaltungsrat waren zum Beispiel in einer anderen NS-Studie auffällig gewesen.
Bei der war herausgekommen, dass Personal und Preisträgerinnen und -träger der sogenannten Spitzenorganisation der Filmwirtschaft Verbindungen zu NS-Verantwortlichen genutzt hatten. Als Konsequenz hat der Verband nachträglich 14 Filmgrößen ihre Ehrenmedaillen entzogen, darunter der Filmemacherin Leni Riefenstahl, die Propaganda für die Nazis gemacht hatte, dem Schauspieler Heinz Rühmann oder dem ehemaligen Berlinale-Leiter Alfred Bauer.
