Das hat ein Forschungsteam der estnischen Uni Tallinn festgestellt. Die Forschenden haben für ihre Studie im Fachmagazin Plos One Daten zu mehr als 600 Festivals weltweit ausgewertet - und zwar aus dem Zeitraum 2009 bis 2021. Konkret stammen die Daten von einer Plattform des Cannes Film Market - einem Handelsplatz für Filme.
Große Festivals weiter ziemlich männlich
Dabei zeigte sich, dass die Filmfeste im Untersuchungszeitraum nach und nach diverser wurden - allerdings nicht alle und in jeder Hinsicht. Die Forschenden schreiben, dass es bei den großen A-Festivals - wie Cannes und Venedig - diversere Themen und mehr unterschiedliche Sprachen gab. Aber sie blieben sehr männerlastig. Dafür waren B-Festivals auch deutlich diverser, wenn es ums Geschlecht der Filmschaffenden ging.
Die Forschenden sagen: Internationale Filmfestivals wurden bisher trotz ihrer Bedeutung wenig untersucht. Dabei trügen sie einiges zum kulturellen Austausch bei und auch dazu, wie unter anderem Geschlechter dargestellt werden.
