Fast alle großen Streamingdienste sitzen in den USA - also Netflix, Disney+ und Amazon Video - und sie produzieren ihre Filme auch hauptsächlich dort.

Das bedeutet, dass zum Beispiel deutsche oder kanadische Abonnenten den Diensten zwar Einnahmen bringen, dafür aber kaum kanadischen oder deutschen Content zu sehen bekommen. Außerdem geht die Filmindustrie in ihren Länder oft leer aus.

Da steuert Kanada jetzt gegen. Die dortige Rundfunkkommission verpflichtet große Streamingdienste, mindestens 15 Prozent ihrer kanadischen Einnahmen für Filme aus Kanada zu verwenden. Bisher waren es 5 Prozent, doch selbst das hatten die Streamingdienstleister vor Gericht angefochten.

Die Kommission schreibt den Anbietern auch genau vor, wie sie das Geld einsetzen sollen - vor allem auch für indigene und französischsprachige Filme und Nachrichten aus Kanada, die bisher besonders schlecht finanziert sind. In der kanadischen Provinz Québec ist französisch Amtssprache.