Große Teile des Mittelmeeres sind überfischt.

Oft ziehen die Boote viel zu kleine Fische aus dem Wasser, die sie nicht verkaufen dürfen. Das ist ein Verlustgeschäft und stört auch das Nachwachsen von Fisch-Populationen. Ein Forschungsteam will mit genaueren Karten helfen, die Fischerei in solchen Gebieten zu vermeiden. Dafür haben sie Daten von Fischbestand-Untersuchungen am Meeresboden und die Fischerei-Routen der letzten 15 Jahre ausgewertet. Das Ergebnis ihrer Analyse im Fachjournal Frontiers in Marine Science sind Karten mit kritischen Hotspots für vier wichtige Fischereigebiete, zum Beispiel vor der Küste von Katalonien oder zwischen Sizilien und Tunesien.

Die Forschenden hoffen, dass die Fisch-Industrie ihre Daten nutzt und Gebiete mit zu vielen kleinen Fischen nicht mehr ansteuert. Ein anderer wichtiger Punkt ist die Fangmethode - gerade die Grundschleppnetzfischerei ist ein Problem, in Gebieten mit dieser Fangmethode haben die Forschenden viele zu kleine Fische registriert.