Vor vier Jahren gab es in der Oder ein großes Fischsterben. Millionen Fische und unzählige Muscheln und Wasserschnecken verendeten.

Damals hatte sich eine giftigen Alge massenhaft vermehrt, weil aus polnischen Kohle- und Kupferbergwerken zu viel Salz in die Oder eingeleitet wurde. Dazu kamen ein niedriger Wasserstand, viel Sonne und viele Nährstoffe.

Ein Bericht unter Federführung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie warnt jetzt davor, dass sich das wiederholen könnte. Der Bericht zeigt zwar, dass sich die Fisch- und Muschelbestände langsam erholen. Bis sich die Oder vollständig regeneriert hat, wird es aber wohl noch Jahre dauern. Die Fachleute sagen, dass es vor allem zu wenige Großmuscheln gibt. Sie sind aber die effektivsten natürlichen Filter für das Wasser. Deshalb könnte es wieder ein verstärktes Algenwachstum geben, zumal der Salzgehalt in der Oder immer noch zu hoch sei. Die Fachleute empfehlen außerdem, den Fluss stärker zu renaturieren, damit es langfristig mehr Fische gibt.