Dunkel und kalt und trotzdem voller Leben - so sieht es in der Tiefsee aus, mehrere Kilometer tief unten im Meer.

Wie groß die Artenvielfalt auch dort ist, zeigt jetzt nochmal eine Studie unter anderem der Senckenberg Gesellschaft in Hamburg. Die Autorinnen und Autoren haben Flohkrebse aus der Tiefsee ausgewertet, die sehen so ähnlich aus wie kleine Garnelen. Die Probe wurde schon vor einigen Jahren bei einer Expedition im Nordatlantik genommen.

Bei den Flohkrebsen konnte das Team 47 Arten unterscheiden. Hochrechnungen zeigten, dass es vermutlich sogar 120 verschiedene Arten gibt. Eine Forscherin betonte, das zeigt, dass selbst auf kleinem Raum die Artenvielfalt am Meeresboden überraschend hoch ist. Viele der Flohkrebsarten sind noch nicht wissenschaftlich beschrieben, deshalb gaben die Forscherinnen ihnen Namen: Ein Krebs wurde nach einer Großmutter benannt, ein anderer nach Leonardo da Vinci.

Die Studie ist im Fachmagazin Frontiers in Marine Science erschienen.