Immer und immer wieder massive Schläge gegen den Kopf - das hat gravierende Folgen für Football-Spieler.

Im British Medical Journal ist jetzt eine Studie erschienen, die dazu Zahlen liefert. Dafür haben Forschende in einem Zeitraum von fünf Jahren Gehirne von verstorbenen NFL-Spielern untersucht. Nur so lässt sich sicher feststellen, ob sie zu Lebzeiten unter CTE litten, einer chronisch-traumatischen Enzephalopathie. Das ist eine Hirn-Erkrankung, die im schlimmsten Fall zu Sprachstörungen, Persönlichkeitsveränderungen und Demenz führen kann.

Der Studie zufolge konnte bei 215 der 235 untersuchten Gehirne CTE diagnostiziert werden. Hochgerechnet auf die Zahl aller in dieser Zeit verstorbenen Spieler, gehen die Forschenden davon aus, dass mindestens jeder Vierte CTE hatte. Das würde bedeuten, dass von den aktiven über 1.600 NFL-Spielern, mindestens 400 später CTE bekommen.

Der Forschungsleiter sagt, dass besonders schädigende Kopfstöße oft schon vor der Profi-Zeit passieren, im Jugend- und College-Bereich. Sein Rat: Kinder sollten prinzipiell kein Tackle-Football spielen und Teams auf allen Ebenen sollten Kopftreffer im Training komplett streichen.