Forschung

Akademien fordern mehr Engagement für Wissenschaftsjournalismus

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In den deutschen Medien muss mehr und besser über Wissenschaft berichtet werden.

Das fordern die wichtigen Akademien des Landes und haben gemeinsam Empfehlungen vorgelegt - und zwar für Wissenschaft, Politik, Verlage und Stiftungen. Darin äußern sich die Forscher besorgt: Zum einen, weil die Medien wegen wirtschaftlicher Zwänge sparen und das vor allem bei Wissenschaftsredakteuren tun. Zum anderen heißt es, dass Inhalte von Wissenschaftsmeldungen verstärkt unsachlich zugespitzt werden. Dabei geht es aber nicht nur um Berichte in den Medien, sondern auch um die Quellen: Die Akademien kritisieren nämlich, dass Hochschulen ihre Forschungsergebnisse inzwischen oft so veröffentlichen, dass sie Event- und Unterhaltungscharakter mit Nähe zur Werbung haben.

Deshalb seien klar definierte Qualitätskriterien nötig, sagen die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in Berlin. Sie fordern einen Wissenschaftspresserat nach dem Vorbild des Deutschen Presserats, der Fehlleistungen rügen soll. Außerdem plädieren sie für ein neuartiges "Science Media Center", das vor allem kleinere Zeitungen bei der Wissenschaftsberichterstattung unterstützen soll.

Hier könnt Ihr die Empfehlungen der Forscher lesen.