Rund zwanzig Jahre nach dem Klonschaf Dolly haben Forscher es geschafft, Affen auf dem gleichen Weg zu klonen.

In chinesischen Labors wurden die beiden Javaneräffchen Zhong Zhong und Hua Hua geboren. Mit der Dolly-Methode wurden inzwischen mehr als 20 Tierarten geklont, zum Beispiel Kühe, Schweine und Hunde. Das Verfahren musste allerdings erweitert werden, damit es auch bei Affen klappte. Insgesamt setzten die Forscher etwa 300 Embryonen in Leihmutteraffen ein. Davon kamen nur die beiden Äffchen lebend zur Welt und sind jetzt einige Wochen alt. Ob sie allerdings ein gesundes, langes Leben haben werden, ist fraglich. Viele Klontiere sterben früh und haben Krankheiten.

Befürworter sagen, dass mit Klonaffen Tierversuche mit weniger Tieren möglich sind. Kritiker sagen, es sei unnötig, Primaten zu klonen - für die wissenschaftliche Erkenntnis reichten auch zum Beispiel Mäuse oder Schweine. In Europa gelten strengere Regeln für die Primatenforschung als in China. Hier ist sie nur erlaubt, wenn sich die Erkenntnisse nicht mit anderen Tierarten gewinnen lassen.

Der Deutsche Tierschutzbund hat das Klonen von Affen kritisiert. Eine Sprecherin sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, geklonte Tiere würden häufig vor oder nach der Geburt sterben und schwer leiden.