Die Forschenden wissen noch nicht, zu welchem Urzeittier ihr Fund mal gehörte. Sie vermuten aber, eines der ersten tierischen GPS-Systeme entdeckt zu haben.

Das Fossil ist aus einem magnetischen Mineral, es ist deutlich dünner als ein menschliches Haar. Im Inneren fanden die Forschenden einen Wirbel. Durch den hatte das Tier wohl mal einen Magnetsinn. Der erlaubte es dem Lebewesen aber wohl nicht nur, die Richtung zu erkennen. Vielmehr konnte der Sinn wohl auch die Stärke des Erdmagnetfelds erkennen – und mit diesen beiden Informationen praktisch die Position bestimmen.

Das Urzeit-GPS gehört laut Studie in einem Nature-Fachmagazin zu einem Meereslebewesen, das vor 56 Millionen Jahren lebte. Auch heute haben viele Tiere einen Magnetsinn. Mit am besten erforscht ist er bei Zugvögeln. Es ist aber bis heute nicht bis ins letzte Detail geklärt, wie die Mechanismen funktionieren.