In Frankreich ist die Zahl der Kinder, die auf der Straße leben und schlafen deutlich gestiegen.

UNICEF Frankreich geht von mehr als 2.300 Kindern aus - das wären rund 42 Prozent mehr als 2022. Das war das Jahr, in dem die Regierung eigentlich das Ziel ausgesprochen hatte, dass kein Kind mehr auf der Straße leben muss. UNICEF Frankreich fordert deshalb unter anderem einen umfassenden Plan, um Sozialwohnungen zu bauen.

Letztes Jahr kam ein Bericht zu dem Schluss, dass das französische System der Notunterkünfte unterfinanziert ist und der tatsächliche Bedarf nicht gedeckt werden kann.

In den aktuell veröffentlichten Zahlen tauchen nur Kinder auf, die erfolglos versucht haben, in einer Notunterkunft unterzukommen. Deshalb geht UNICEF davon aus, dass die Zahlen sogar noch höher sind. Unbegleitete Minderjährige, die auf der Straße leben und Familien in besetzten Häusern werden in der Statistik nicht erfasst.