Wahrscheinlich sind die Muttersprachler aber nicht wirklich unhöflich, sondern es kommt nur so an. Das erklären zwei Sprachwissenschaftlerinnen der Nebrija-Uni in Madrid im Onlineportal The Conversation. Sie haben englischen Muttersprachlern und Fremdsprachlern verschiedene Gespräche gezeigt und dann bewerten lassen: Wie höflich waren die Menschen?
Dabei kam raus: Die Fremdsprachler fanden die Gespräche unhöflicher als die Muttersprachler. Die Forscherinnen schreiben, dass das nicht daran liegt, dass sie die Sprache nicht richtig verstanden haben. Vielmehr hätten sie anstößige Aussagen überinterpretiert, zum Beispiel Schimpfwörter oder potenzielle red flags. Muttersprachler könnten das differenzierter einordnen.
Eine andere Erklärung könnte sein, dass Fremdsprachler sich in einer anderen Kultur zurechtfinden müssen, dabei unsicher sind und deshalb eher darauf achten, was unhöflich sein könnte.
